Kurz mal bei der Ayurveda-Kur

In meinem derzeitigen Gesundheitswahn habe ich mir für viel Geld den ultimativen Kurzurlaub gegönnt: eine Ayurveda-Kur. Ich hatte vorher nicht viel Ahnung davon, was Ayurveda eigentlich ist, wusste nur, dass es mit Entspannung zu tun hat. Und davon brauche ich ganz viel. Ich möchte Ayurveda vor allem vor dem Hintergrund, wie teuer es ist, nicht uneingeschränkt empfehlen, aber vielleicht hilft euch dieser Beitrag ja, für euch selbst zu entscheiden, ob ihr Lust drauf habt.

 

3 Tage. Senftenberg. In Brandenburg. Allein. Mit Ayurveda. Es bleibt einem also nicht viel anderes übrig, als nichts zu tun und zu versuchen, zu entspannen. Bevor ich jetzt groß erzähle, wie es war, lasse ich meine Insta-Story sprechen, Eindrücke und Fazit und ungeschminkte Wahrheiten inklusive. Im Anschluss möchte über das Essen im Wellnesshotel Seeschlösschen sprechen.

Habt ihr bis zum Ende durchgehalten? Haha. Ich hoffe, ihr habt einen Eindruck bekommen, was da so ging. Tatsächlich war ich an diesem verlängerten Wochenende der einzige Kurgast vor Ort und musste es neben vielen kuschelnden Pärchen aushalten. Aber ich wollte über das Essen schreiben. Das sind alle verschiedenen Mahlzeiten, die ich hatte:


Es gab 3 mal am Tag vorgeschriebene Mahlzeiten. Morgens eine kleine Schüssel Getreidebrei mit gedämpftem Gemüse und Nüssen, mittags und abends jeweils ein 3-Gänge-Menü aus Suppe, Hauptgang und einem warmen Dessert. Die Portionen waren relativ klein, besonders morgens, aber da ich mich außer beim Yoga nach dem Aufstehen auch kaum bewegte, war das schon okay. Außerdem vertrieben die Ayurveda-Anwendungen auch ein wenig die Zeit. Nach diesem kompletten Durchkneten, war ich fast jedes Mal so fertig, dass auch gar nichts mehr ging.
Unter den Suppen gab es Tomate, Petersilie, Maronen und Rote Beete. Diese schmeckten jeweils immer solide gut, wobei die Maronen-Suppe recht süß war. Die Hauptspeisen bestanden zu 75% aus Curry, einmal gab es gedünstetes Gemüse mit Kartoffeln. Ein Highlight weil Abwechslung! Wenn auch relativ Geschmacks-frei. Beim Nachtisch gefiel mir am besten die in Kokosmilch und Zitrone gekochten Möhrenstücken mit ein paar Rosinen (Ja, Rosinen, aber irgendwie gut). Bei Gelegenheit werde ich mal austesten, ob ich das nachkochen kann. Dieses Dessert wiederholte sich einmal, wobei beim zweiten mal viel Koriander mit hinzugegeben wurde und alles ungenießbar machte. Ansonsten gab es als Dessert Grießbrei und auch gedünstetes Obst, das schmeckte wie eingelegt. Insgesamt fand ich das Essen okay und vermutlich sind die Variationsmöglichkeiten auch nicht mega vielfältig im Ayurveda, aber bei den Preisen hätte ich mir da mehr erwartet als 3 mal Curry und 2 mal das gleiche Dessert. Immerhin war alles vegan.

Wenn ich alles richtig verstanden habe, bezieht sich Ayurveda vor allem auf Ernährung. So gibt es drei Ayurveda-Typen im Menschen (die „Doshas“: Vata, Pitta und Kapha) und diese können im Körper durcheinander kommen. Durch eine besondere Ernährung und natürlich auch Bewegung kann man sie wieder in Einklang bringen. Dabei gibt es unzählige Regeln dazu, was, wie viel und in welcher Kombination man Dinge essen oder nicht essen darf. Dabei wird versucht Gär-Prozesse im Magen zu verhindern. Deshalb gibt es alles nur gedämpft. Und Obst darf zum Beispiel nicht mit Milch gegessen werden.
Am Ende der Kur habe ich von der Ayurveda-„Ärztin“ auch Tipps mitbekommen wie „Morgens Sesamöl gurgeln“ und „Streit vermeiden“. Aha. Okay. Dazu gab es eine Liste von Lebensmittels, die ich (Pitta mit Vata-Anteilen) vorrangig essen soll. Diese wiederum scheint mir recht sinnvoll zu sein. Und ich habe festgestellt, dass mein Magen deutlich weniger bläht, wenn ich morgens nicht mit dem kalten Tee vom Vortag einsteige.
Ich halte euch auf dem Laufenden, was meine Ayurveda-Fortschritte angeht.

Ein Gedanke zu “Kurz mal bei der Ayurveda-Kur

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